Mein Bericht über Norwegen

 

 

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So wars

Angekommen sind wir in Norwegen nach etwa 1 Tag und 6 Stunden. Zuerst fuhren wir durch ganz Deutschland und Dänemark, dann mit der Fähre bis nach Lavrik und von dort weiter bis nach SlØra, oder jedenfalls kurz davor. Als wir aus dem Bus ausstiegen waren wir alle müde und erschöpft, mussten aber noch zu unserer Unterbringung laufen. Das war länger als erwartet. Und bei Nacht sind alle Wege noch länger. Es waren bloß  2 km, aber wenn man nicht weiß wo man hin muss und wann man endlich da ist dauert es ewig. Es ging ständig bergauf und bergab, durch den Wald. Die Erleichterung war groß als wir endlich ankamen. Nun musste nur noch das Gepäck abgeladen werden und die Betten konnten benutzt werden. Um halb eins in der Nacht fielen dann die meisten von uns in diese, glücklich endlich da zu sein und nicht mehr laufen zu müssen.

Der nächste Tag begann für uns um 9.30 Uhr, um neun gab's Frühstück. Die meisten waren ausgeschlafen und wieder munter. Bei Tag sah die Landschaft noch einmal anders aus als bei Nacht. Viel schöner. Stell dir mal Norwegen vor. An was denkst du? Nadelwälder, Berge, Seen? Alles richtig! Jedenfalls dort wo wir waren. Unsere Hütten lagen verteilt im Gelände, zwischen Wald, See und Wiese. Wollte man duschen, aufs Klo oder Hände waschen musste man ins Haupthaus, denn in den einzelnen Hütten gab es kein Wasser.

Der Tagesablauf war bis auf drei Tage immer gleich. Ich will ihn dir kurz beschreiben:

8.30 Uhr          Aufwecken

9.00 Uhr          Frühstück

10.00 Uhr        Programm

12.30 Uhr        Mittagessen

bis 16 Uhr        Ruhe

16.00 Uhr        Workshops

17.30 Uhr        Bibellesen (freiwillig)

18.15 Uhr        Freizeit-TV

18.30 Uhr        Abendessen

20.00 Uhr        Programm

23.00 Uhr        Abendabschluss

23.45 Uhr        Gute-Nacht-Geschichte

24.00 Uhr        Ruhe

Einmal sind wir nach Oslo gefahren, einmal haben wir eine Kanufahrt gemacht und einmal waren wir in Kongsberg. Ansonsten war die Freizeit Erholung in hohem Maße und ich vermisse jetzt schon die ganzen Leute, die ich kennen gelernt habe.

Die Kanutour war echt gut. Wir wurden bis fast an den See gefahren, mussten nur noch Paddel und Schwimmwesten holen und konnte lospaddeln. Der See war toll, das Wasser total klar und eiskalt (ich bin nachher noch als einzige reingesprungen). Wir fuhren eine ganze weile auf dem See, dann wollten wir anlegen, um auf einen Aussichtspunkt zu wandern von dem aus man bis nach Schweden sehen kann. Komisch, wir liefen immer bergab, selten bergauf. Und plötzlich lag der Berg mit dem Aussichtspunkt hinter uns. Wir waren in die genau falsche Richtung gelaufen und wenn man unseren Führern glauben darf, in Schweden gelandet. Also nicht nur Norwegen, sondern auch Schweden. Aber anders ausgesehen hat das nicht.

Auch Oslo war gut. Blöd nur, dass wir eine Weile nach der Fußgängerzone suchen mussten und dann alles so teuer war. Aber Oslo ist eine schöne Stadt, wir haben uns die Skisprungschanze etwas außerhalb in Holmenkollen angeschaut und den Vigelandspark, den größten Park Oslos mit einer ganz tollen Steinsäule.

 

In Kongsberg haben wir ein Museum zu der dort liegenden Silbermine besucht, in die Mine selber konnte man leider gerade nicht, denn sie wurde repariert. Anschließend durfte man noch in der Stadt bummeln. Auf dem Rückweg sind wir, und das fand ich sehr überraschend, ich wusste gar nichts davon, zur ältesten Stabkirche Norwegens gefahren und haben dort eine deutsche Führung bekommen. Leider wurde die Kirche gerade neu eingedeckt, also das Dach, so dass außen herum ein Gerüst, natürlich aus Holz wie die ganze Kirche, war.

Wenn wir nicht weg waren haben wir gefaulenzt, sind in Workshops gegangen oder an den See schwimmen bzw. Kanu fahren. Es hat mir sehr gut gefallen, ich wäre am liebsten für immer dort geblieben, aber irgendwann waren die zwei Wochen doch vorbei, viel zu schnell natürlich und wir fuhren wieder heim. 21 Stunden sind wir auf der Fähre gewesen, danach noch 12 im Bus. Ich kam am Dienstag um halb eins in der Nacht heim und viel sogleich müde in mein Bett. Vermisst habe ich in den zwei Wochen niemanden.

Das Wetter war genau so wie ich es mir gewünscht habe. Kühl, ab und zu Regen, aber auch mal Sonne und Wärme. Man ist eigentlich immer in langer Hose und T-Shirt rumgelaufen, außer bei den Ausflügen nach Oslo und zur Kanutour.

                                               Hier schließe ich meinen Bericht über meine Ferien in Norwegen.

 

Viele Grüße sendet